Religion
Der weitaus größte
Teil der Burmesen, ca. 89 Prozent, sind Thearvada-Buddhisten. Der
Ursprung des Buddhismus in Myanmar geht auf das Jahr 638 zurück,
als sich der malaiische Glauben hier ausbreitete. Während des
11. Jahrhunderts besuchte der Grossteil der Bevölkerung Bagans
die Theravada Buddhisten Schule.
Die restliche Bevölkerung gliedert sich in mehrheitlich baptistische
Christen ca. 7 Prozent, sunnitische Muslime ca. 3 Prozent, Hindus
ca. 0,5 Prozent, Animisten und Sonstige zusammen ca. 0,5 Prozent.
Myanmar zählt über 100.000 Mönche. Für jeden männlichen
Buddhisten besteht die Verpflichtung, sich für eine bestimmte
Zeit in einem Kloster aufzuhalten. Lange bevor der Buddhismus Myanmar
erreichte, waren die Menschen im Land Animisten. Auch heute gehört
die Verehrung der 37 wichtigsten nats (Geister) noch zum Glauben der
Burmesen. Besonders in abgelegenen Gebieten im Norden des Landes ist
der nat-Glaube bei einigen Bergstämmen sehr verbreitet.
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Bevölkerung
Die Bevölkerung in Myanmar setzt sich aus mehr als 135 ethnischen
Gruppen zusammen. Die vier Hauptvolksgruppen sind die tibeto-burmesischen
Volksstämme, die der Mon-Khmer die Thai-Chinesen sowie die Karen.
Die meisten Burmesen und mehr als 30 weitere Stämme gehören
zum Volkstamm der Tibeto-Burmesen. Die anderen 3 Gruppen sind weniger
mannigfaltig, aber dennoch nicht vollständig homogen. Fur lange
Zeit waren die verschiedenen ethnischen Gruppen Grund für zahlreiche
Auseinandersetzungen und verhinderten so auch die wirtschaftliche Entwicklung
des Landes.
Ungefähr
2-3 Millionen Karen leben im heutigen Myanmar und bilden somit die dritt
grosste ethnische Gruppe. Die meisten von Ihnen sind Bauern. Sie leben
überwiegend im Süd-Westen, an der Grenze zu Thailand und im
Osten Myanmars, an der indischen Grenze.
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Die
Frauen der Padaung, eine Untergruppe der Karen, sind bekannt fur Ihre
schweren Messingringe, die sie um den Hals tragen. Da die schweren Ringe
auf die Schulter drücken und somit den Hals verlängern, werden
sie auch oft „Giraffen-Frauen“ genannt
Die
Shan bestehen aus einer Vielzahl von Stämmen und Ihre Geschichte
geht bis auf das 3. Jahrhundert v. Ch. zurück. Heute findet man
Sie in der Grenzregion im Norden, Nord-Westen, Osten und den Grenzen
zu Laos und Thailand. Ihre Hauptreligion ist der Buddhismus, obwohl
Naturreligionen eine grosse Rolle im täglichen Leben spielen.
Die
Mon, überwiegend in den Regionen um Mawlamyine und Bago anzutreffen,
hatten einen grossen Einfluss auf Kunst und Kultur. Sie sind Buddhisten
und sprechen Ihre eigene Sprache. Heute leben etwa 1,3 Millionen Mon
in Myanmar.
Die
Kachin leben im abgelegenen Norden und umfassen über 62 verschiedenen
Stamme, einige Christen und einige Animisten. Ihre hölzernen Häuser
sind einziartig. |
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Kunst
und Architektur
Der beste Beweis architektonischer Kunstfertigkeit der Burmesen sind
ihre religiösen Bauwerke. Mit ihrer Vorliebe zu gewagten Tempelkonstruktionen
auf Klippen oder hochaufragenden Felsen, hat es oft den Anschein, als
ob jede Flussbiegung und jeder Hügel mit einem Tempel versehen
ist. |
Religiöse
Bauwerke werden allgemein als „Paya“ bezeichnet was „Heiligtum“
bedeutet. Es gibt zwei Arten von Payas: die glockenförmige, massive
„Zedi“ und die vier- oder rechteckige „Pahto“.
Normalerweise befinden sich in einer Zedi, oder Stupa, heilige Relikte
wie ein Haar oder ein Fußstapfen Buddhas. Die ursprünglich
kugelförmige, einfache Bauweise entwickelte sich über die
Zeit hin zu einem eher anmutigeren Baustil. Anhand des Stils lässt
sich jedoch das Alter der Stupa nicht bestimmen, da durch die vielen
Erdbeben in Myanmar viele Gebäude immer wieder neu errichtet und
verwandelt wurden.
An
der Spitze der meisten Zedis befinden sich kleine, metallene Schirmchen,
hti genannt, deren leises Läuten die Ruhe der Anlagen noch unterstreicht.
Die
„Pahtos“ haben eher die Funktion eines Schreines denn eines
Tempels was auch die Abwesenheit von Mönchen erklärt. Die
Patho im Stile der Mon haben die Form eines riesigen Würfels mit
kleinen Fenstern und Gängen, die teilweise auch zu kleinen Korridoren
im Freien führen. Beide Varianten sind gewöhnlich mit religiösen
Reliefs oder Fresken verziert.
Leider
gibt es nicht mehr viele der mit reichen Schnitzereien versehenen Klöster
und weltlicher Gebäude da diese aus Holz erbaut wurden, wohingegen
die religiösen Bauwerke aus Stein sind. |
Sitten
und Gebräuche
Wie in allen Kulturen überall auf der Welt gibt es natürlich
auch in Myanmar einige generelle Verhaltensregeln, die als Reisender
zu befolgen sind.
Zu viel Emotionen sollten vermieden werden. Es gilt auch als unangebracht,
in der Öffentlichkeit die Geduld über Probleme oder Verzögerungen
zu verlieren. Dies führt meist zu nichts. Besser ist es, Ruhe und
Gelassenheit an den Tag zu legen, wie es die Burmesen auch tun.
Mit dem Zeigefinger auf andere Leute oder auch Gegenstände zu zeigen,
wird als unhöflich angesehen. Um Aufmerksamkeit des Gegenüber
zu bekommen, winkt man mit der ganzen Hand, wobei die Handflächen
nach unten zeigen. Der Kopf wird als das heiligste Körperteil angesehen
und sollte daher nie berührt werden.
Dementsprechend
sollte man nie jemanden die Füße entgegenstrecken. Allgemein
gilt es sich den Sitten gemäß zu kleiden, die Schultern zu
bedecken und die Beinkleidung sollte zumindest bis zu den Knien reichen.
Vor dem Betreten eines Tempels, ebenso wie privater Wohnräume,
gilt es die Schuhe am Eingang auszuziehen. Die Höflichkeit gebietet
es immer um Erlaubnis zu fragen, bevor man Menschen photographiert.
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Tanz
und Theater
Klassische Tanz-Dramen erleben in Myanmar einen neuen Aufschwung. Gelegentlich
werden sie auch schon mal vom Nationaltheater in Yangon aufgeführt.
Die Hauptattraktion einer jeden Aufführung sind die Soloauftritte
der weiblichen Tänzerinnen. Sie tragen Kleider mit langen weissen
Schleppen welche sie bei jeder Bewegung mit ihren Absätzen in die
Luft wirbeln.
Das
Yokthei pwe – ein burmesiches Marionettentheater - besticht
durch die bunten und bis zu einem Meter großen Puppen, welche
sicher zu den ausdrucksvollsten burmesichen Kunstwerken gehören.
Die Burmesen zollen den Puppenspielern grossen Respekt. Ein Dutzend
oder mehr Faden bewegen die Marionetten.
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Einige
Marionetten werden sogar von bis zu 60 Faden bewegt, wobei jeweils
ein Fäden für jede Augenbraue benutzt wird. Das Standard
Repertoire umfasst 28 Puppen. Zusammen vereinen sie die Talente der
Sänger, Puppenspieler, Musiker, Holzschnitzer, Stickerinnen und
Kulissenbauer.
| Feiertage
und Feste 2004 |
| Oktober |
|
| 14
- 31/10/04 |
Inlay
Paung Daw Oo Festival |
| 23/10/04
- 11/11/04 |
Mya-tha-lon
Festival |
| 27
- 29/10/04 |
Thidingyut
Festival |
| 28/10/04 |
Kyaik-hti-yo
Saison |
| 28
- 30/10/04 |
Shaking
Pagoden Festival |
29/10/04
|
Lichterfest |
| November |
|
| 02/11/04 |
Chinesische
Floß Zeremonie |
| 19/11/04
- 11/12/04 |
Shwe-zi-gon
Festival |
| 21
- 26/11/04 |
Ballon
Festival |
| 24
- 26/11/04 |
Than-bode
Zeremonie |
| 25/11/04 |
Gewandweber
Wettbewerb |
|
26/11/04 - 05/12/04 |
Tazaung-daing
Lichterfestival |
| Dezember
|
|
| 19
- 26/12/04 |
Bilder
Festival |
29/12/04 - 02/01/05
|
Popa
Meidaw Festival |
|
| Feiertage
und Feste 2005 |
| Januar |
|
| 01/01/05 |
Alms
Offering Ceremony |
| 15/01/05 |
Naga
New Year |
| 17
- 30/01/05 |
Ananda
Festival |
| 15/01/05 |
Naga
New Year |
| Februar |
|
| 07/02/05 |
Shan
State Day |
16 - 24/02/05
|
Kyaik
Khauk Pagoda Festival |
| 20/02/05 |
Chin
National Day |
| 22
- 23/02/05 |
Mahamuni
Ceremony |
| 23/02/05 |
Bonfire
Ceremony |
| März
|
|
| 10
- 24/03/05 |
Maw-din
Festival |
| 12
- 19/03/05 |
Ko
Kyi Kyaw Ceremony |
| 17
- 18/03/05 |
“Water
Lady ” Event |
| 17
- 24/03/05 |
Inn-daw
Gyi Festival |
| 18
- 25/03/05 |
Kek-ku
Pagoda Festival |
| 20
- 24/03/05 |
Pindaya
Cave Festival |
| 21
- 25/03/05 |
Nampan
Ceremony |
| 23
- 24/03/05 |
Relic
Mountain Festival |
| 24/03/05 |
Title
Decoration Ceremony |
| 14
- 18/03/04 |
Boe-boe-gyi
Ceremony |
28/03/04 - 09/04/04
|
Shwe
Maw Daw Festival |
| April
|
|
| 02
- 06/04/05 |
Boe-boe-gyi
Ceremony |
| 12/04/05 |
Thanaka-Grinding
Festival |
| 13/04/05 |
Image
Bathing Ceremony |
| 13
- 16/04/05 |
Water
Festival |
16- 28/04/05
|
Shwe
Maw Daw Festival |
| 17/04/05 |
New
Year's Day |
| 17/04/05 |
Elders'
Day Ceremony |
17/04/05
|
Animal
Freeing Ceremony |
| Mai |
|
| 20
- 23/05/05 |
Shit-Thaung
Festival |
| 21/05/05 |
Shwe
Kyte Yet Event |
|
22/05/05 |
Kason
Day |
| Juni |
|
| 22/06/05
- 20/07/05 |
Wicker
Ball Ceremony |
| Juli |
|
| 20/07/05
- 17/10/05 |
Fish
Feeding Festival |
| August |
|
| 05
- 07/08/05 |
Shwe
Kyun Bin Ceremony |
| 12/08/05 |
Pottery
Hiding Days |
14-
19/08/05
|
Taung-byone
Ceremony |
| 29/08/05
- 02/09/05 |
Yandana-gu
Ceremony |
| September |
|
| 16
- 17/09/05 |
Rice
Donating Ceremony |
|
19 - 23/09/05 |
Bo
Min Gaung Memorial Day |
| Oktober |
|
| 03
- 20/10/05 |
Inlay
Paung Daw Oo Festival |
| 12
- 31/10/05 |
Mya-tha-lon
Festival |
| 16
- 18/10/05 |
Thidingyut
Festival |
| 17/10/05 |
Kyaik-hti-yo
Saison |
| 17
- 19/10/05 |
Shaking
Pagoda Festival |
18/10/05
|
Light
FLoat Festival |
| 22/10/05 |
Chinese
Float Ceremony |
| November |
|
| 08
- 30/11/05 |
Shwe-zi-gon
Festival |
| 10
- 15/11/05 |
Balloon
Flying Festival |
| 13
- 15/11/05 |
Than-bode
Ceremony |
| 14/11/05 |
Robe-weaving
Contest |
|
15 - 24/11/05 |
Tazaung-daing
Festival of Lights |
| Dezember |
|
| 08
- 15/12/05 |
The
Spectacled Image Festival |
26 - 28/12/05
|
Akha
New Year Festival |
18/12/05 - 22/01/06
|
Popa
Meidaw Festival |
|